Fienchen I & II ab November wieder ausleihbar

Fienchen I und Fienchen II sind zurück: Da man über den anstehenden Winter anstehende Lastentransporte besser planen kann, nehmen wir den Verleih der beliebten Räder wieder auf. Leider fehlt den ehrenamtlichen Verleihern aktuell die Zeit für spontane Ausleihen und Kurzausleihen, deshalb bieten wir euch Fienchen I und Fienchen II nun wochenweise an. Alternativ sind auch verlängerte Wochenenden-Ausleihen möglich. Für eine Buchung brauchen wir mindestens 48 Stunden Vorlauf. In besonderen Fällen können Ausnahmen gemacht werden. Wie immer gilt: Sprecht uns an. 

Ab 01.11.21 stehen Fienchen I & Fienchen II im Mutterschiff, dem Fienchen-Container direkt an der Nordbahntrasse am Mirker Bahnhof, frisch gewartet zur Verfügung. Mitte November soll Fienchen II an den Arrenberg umziehen. Weitere Infos und Details folgen.

Weiterhin werden alle verfügbaren Pinas & E-Mils von den bestehenden Verleihstationen nach Verfügbarkeit angeboten. Alle Räder werden nur – nach wie vor – persönlich übergeben. 

Offener Brief: Personalmangel bremst Radverkehr aus

Die Wuppertaler Verkehrsinitiativen fordern den Oberbürgermeister und die Politik zum Handeln auf. Hier der offene Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Herren,

zwei Jahre ist es nun her, dass der Rat der Stadt Wuppertal das Radverkehrskonzept beschlossen hat. In der Umsetzung sind wir jedoch noch weit entfernt von dem, was man ein Radverkehrsnetz nennen könnte.

Dabei greift das Argument knapper Finanzmittel nicht mehr, da Fördermittel reichlich vorhanden sind. Leider werden diese von der Stadt Wuppertal fast nicht genutzt. In der Verwaltung fehlen Stellen für den Radverkehr und vorhandene Mitarbeiter wandern auch noch ab.

Auch ein Fahrrad- / E-Bike-Verleihsystem, in fast allen deutschen Großstädten inzwischen selbstverständlich, wird durch eine fehlende Netzinfrastruktur ausgebremst – zum Nachteil unserer Stadt.

Wir fragen uns daher, was hat die Stadtverwaltung bisher unternommen, um unbesetzte Stellen zeitnah nachzubesetzen? Auf der Homepage der Stadt Wuppertal sucht man eine entsprechende Stellenausschreibung vergebens. In den an einer verkehrspolitschen Neuausrichtung interessierten Kreisen sieht man immer wieder Angebote deutscher Großstädte, nicht aber der Stadt Wuppertal. In der Öffentlichkeit ist ebenfalls das Bemühen der Stadt an einer Ausweitung des Personals nicht wahrnehmbar.

Daher fordern wir Politik und Verwaltung auf, in den anstehenden Haushaltsberatungen zusätzliche Stellen in der Verkehrsplanung zu schaffen. Selbst wenn alle bisherigen Stellen wieder besetzt würden reicht dies nicht aus, um die zur Verfügung stehenden Fördermittel ausschöpfen zu können. Die dringend notwendige Verkehrswende ist so nicht zu bewerkstelligen.

Andere Städte nutzen auch die Kompetenz der Verkehrswissenschaften der Bergischen Universität in Wuppertal, um Fördergelder einzuwerben. Entsprechende Bemühungen der Stadt Wuppertal würden wir sehr begrüßen.

Zudem steht ein Netzwerk von Aktiven mit bundesweiter Reichweite (z.B. ADCF, VCD) als Multiplikator für die Suche nach Bewerber:innen zur Verfügung, auf das ebenfalls zurückgegriffen werden könnte.

Wir als Verkehrsinitiativen wünschen uns ein deutlich stärkeres Engagement der Stadt Wuppertal in der Personalakquise zur Umsetzung des Radverkehrskonzeptes, auch als Teil der notwendigen Klimaschutzmaßnahmen.

Zurecht wird immer wieder auf das große bürgerschaftliche Engagement in unserer Stadt verwiesen: Wir sind bereit, mit Lust und Leidenschaft mitzugestalten! Dies sollte für den Verwaltungsvorstand Ansporn und Verpflichtung sein, damit die Vision Fahrradstadt Wuppertal 2025 nicht eine leere Floskel bleibt.

ADFC

Fahrradstadt Wupperal e.V.

Mobiles Wuppertal

VCD

FUSS e.V. – Ortsgruppe Wuppertal

2. Kidical Mass Wuppertal am 19.09.2021

Nachdem die Kidical Mass auf Grund der Corona-Pandemie im letzten Jahr pausieren musste, beteiligt sich Wuppertal in diesem Jahr wieder am bundesweiten Kidical-Mass-Aktionswochenende. 
Los geht es dieses Jahr um 15:00 Uhr am Geschwister Scholl Platz in Wuppertal-Barmen. Der Platz in der Fussgängerzone ist über die Nordbahntrasse gut zu erreichen. Über die B7 fahren wir dann bis zum Gutenbergplatz im Stadtteil Arrenberg. Mit der Aktion erobern wir uns die Straßen für einen Tag zurück. Wir fahren mitten auf der Straße durch die Stadt: Ob Fahrrad, Laufrad, Tretroller oder im Kinderanhänger – Die Strecke und das Tempo sind auch für die Kleinsten geeignet. Ob jung, ob alt: Alle sind willkommen!! Die Polizei wird die als Demonstration angemeldete Tour begleiten, und die Strecke absichern.

Weitere Links
Facebook-Event
Video der Kidical Mass 2019

PopUp-Radweg auf der B7

Anlässlich des Tages des Fahrrads am 03.06. haben Mobiles Wuppertal gemeinsam mit den Wuppertaler Fahrradinitiativen Fahrradstadt Wuppertal und ADFC Wuppertal / Solingen zu einem Aktionstag aufgerufen. In Wuppertal und zeitgleich in 20 weiteren Städten in Deutschland wird im Wahljahr ein Zeichen für nachhaltige Mobilität und Klimagerechtigkeit gesetzt. Von 11:00 bis 13:00 Uhr konnte an der Adlerbrücke mit einem sogenannten Pop-Up-Radweg getestet werden, wie komfortabel und sicher es sich auch auf Hauptverkehrsstraßen Rad fahren lässt, wenn eine klare Abgrenzung gegenüber dem motorisierten Verkehr besteht. Eine entsprechende Rad-Infrastruktur wurde in zahlreichen Städten zur kurzfristigen Schaffung von weiterem Verkehrsraum für Radfahrende umgesetzt. „Während Nahmobilität im letzten Jahr immens an Bedeutung gewonnen hat, und die Fahrradbranche boomt, ist auf den Straßen in Wuppertal bisher kaum etwas davon angekommen“, sagt Christian Wolter vom Bündnis Mobiles Wuppertal. 


Auf dem kurzfristig an der Adlerbrücker eingerichteten PopUp-Radweg tummelten sich dann trotz Unwetterwarnung viele große und auch ganz kleine Radfahrer:innen. Einigkeit bestand, dass eine Verkehrswende nicht allein durch Bahntrassenradwege erreicht werden kann. Für den Alltagsverkehr müssen flächendeckend sichere Radverbindungen entstehen. „Abgesehen davon, dass  Gesetze und Regelwerke wie auch die StVO weiterhin  nicht nachhaltige Mobilität stützen, ist die Entwicklung der Rahmenbedingungen aber in hohem Maß von den politischen Entscheidungen auf lokaler Ebene abhängig. Eine Mitgliedschaft in der AGFS macht eine Stadt noch nicht fahrrad- und fußgängerfreundlich. Hier bedarf es einer grundsätzlich geänderten Prioritätensetzung und einer Umverteilung des existierenden Straßenraumes.  Die heutige Politik ist sozial ungerecht zu Lasten der Umwelt, Gesundheit, Mitmenschen und nachfolgender Generationen“, erläutert Lorenz Hoffmann-Gaubig vom ADFC. 


„Wir benötigen mehr Infrastruktur für sicheren Radverkehr“, sagt Christoph Grothe von der IG Fahrradstadt: „Ein lückenloses Netz, wie es für Autos bereits existiert. Der Ausbau muss deutlich schneller voran gehen und dem stark zunehmenden Radverkehr Rechnung tragen.“
Die Initiativen fordern von der Wuppertaler Politik und Verwaltung nicht nur ein klares Bekenntnis, sondern auch eine kurzfristig sichtbare Umsetzung. „Unser Pop-up Radweg zeigt, dass auch mit einfachen Mitteln wesentliche Verbesserungen für eine aktive Mobilität erreicht werden können“, kommentiert Kirsten Haberer von der IG Fahrradstadt Wuppertal. 

Zweites Ghostbike aufgestellt

Nach dem tödlichen Unfall am 1. Oktober 2020 haben am 30.10.2020 die Vereine Fahrradstadt Wuppertal e.V. und der ADFC Wuppertal / Solingen, zusammen mit dem Bündnis Mobiles Wuppertal, ein sogenanntes Ghostbike aufgestellt. Vorausgegangen war eine Demonstration unter dem Motto „Stoppt das Töten von Radfahrern“. Der Demozug führte von der Elberfelder Kluse bis zur Unfallstelle auf der Berliner Straße in Wuppertal-Oberbarmen. Viele Teilnehmer waren hell oder weiß gekleidet, um ihre Anteilnahme auszudrücken. Dies ist bei Ghostbike-Aufstellungen ein übliches Ritual. Die weiß lackierten Fahrräder, die weltweit an Stellen aufgestellt werden, an denen Radfahrende getötet wurden, sind Mahnmale und Erinnerungsort zugleich. Sie weisen auf infrastrukturelle Defizite und menschliche Tragödien hin und geben Anlass zum Innehalten, Gedenken und Reflexion. Letztes Jahr wurde das erste Wuppertaler Ghostbike auf der Straße Wahlert aufgestellt.

„Wir sind traurig und wütend, dass wir in diesem Jahr ein zweites Ghostbike auf Wuppertals Straßen aufstellen mussten“, erklärt eine sichtlich bewegte Kirsten Haberer, vom Verein Fahrradstadt Wuppertal, „es ist kaum nachzuvollziehen welches unermessliches Leid die Familien und Angehörige empfinden müssen.“, so die Vorsitzende weiter.

Durch die Corona-Pandemie wurde die Demonstration nicht wie üblich über die Medien, sondern nur spärlich und kurzfristig über „social Media“ bekannt gegeben, um nicht zu viele Teilnehmer zur Kluse zu mobilisieren. Von daher sind die Organisationen mit der Teilnehmerzahl sehr zufrieden.

„Die Geschehnisse vom 1. Oktober 2020 zeigen, dass gerade auf Hauptrouten und vielbefahrenen Straßen dringend gute und sichere Radinfrastruktur geschaffen werden muss“ ergänzt Christoph Grothe, ebenfalls vom Verein Fahrradstadt Wuppertal und fügt hinzu „Radfahrenden muss auf diesen Strecken ein Schutzraum geschaffen werden, so wie wir es seit Jahren mit einer Umweltspur auf der B7, oder zuletzt mit sogenannten Pop-Up-Radwegen fordern“.

Kidical Mass am 20.09.2020

Die Fahrradstadt Wuppertal ruft, zusammen mit dem ADFC Wuppertal / SolingenChanging CitiesFuss e.V. und Mobiles Wuppertal, zur ersten Kidical Mass auf. Als eine von über 50 Städten beteiligt sich Wuppertal an der bundesweiten Aktion unter dem Motto Platz da für die nächste Generation. Bei der Kidical Mass handelt es sich um eine angemeldete und polizeilich abgesicherte Demonstration. Die ursprünglich für den 22. März geplante Veranstaltung findet nun am 20. September 2020 statt.

Pop-Up-Bikelane auf der B7

Am Samstag, dem 23.05.2020 wurde von 11:00 bis 13:00 Uhr in Wuppertal Barmen, im Bereich der Schwebebahnhaltestelle Adlerbrücke, eine Pop-Up-Bike-Lane eingerichtet. Die Fahrradstadt Wuppertal fordert bereits seit Jahren eine durchgängige Radverbindung über die B7 und unterstützt somit gerne diese von Greenpeace bundesweit durchgeführte Aktion. Weitere Unterstützer sind der ADFC Wuppertal / Solingen und die Initiative Mobiles Wuppertal.

Wuppertaler Verkehrsinitiativen fordern provisorischen B7 Radweg

Simulation einer Umweltspur auf der B7

Die Einrichtung von Radinfrastruktur auf der B7 ist für uns eine Herzensangelegenheit. Deshalb haben wir uns, zusammen mit anderen Wuppertaler Verkehrsinitiativen, an den Oberbürgermeister gewendet um eine temporäre Radspur auf der Talachse einzurichten. Hier die Pressemitteilung im Wortlaut.

Abstand halten ist das Gebot der Stunde. Was in der Coronakrise an der Supermarktkasse inzwischen ganz gut funktioniert, stellt Radpendelnde sowie Bürgerinnen und Bürger, die nach Bewegung  suchen, vor neuE Herausforderungen.

“Wir erleben aktuell eine deutliche Zunahme des Radverkehrs. Der ÖPNV steht nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Viele Menschen weichen jetzt erstmalig auf das Fahrrad aus” stellt Lorenz Hoffmann Gaubig vom ADFC fest. “Die Nordbahntrasse  hat Ihre Kapazitätsgrenze bereits erreicht. 

Jetzt wird es Zeit, freie Kapazitäten auf der  B7 zu nutzen.” Durch ihre zentrale Tallage werden große Teile der Kernstadt erschlossen sowie die Innenstädte von Barmen und Elberfeld direkt miteinander verbunden. Wenn man das Ziel der Fahrradstadt 2025 ernst nimmt, muss man die jetzige Krise als Chance  für eine  Veränderung der städtischen Mobilität nutzen.

In den letzten Wochen hat der Radverkehr bei gleichzeitig deutlicher Abnahme des Autoverkehrs bereits massiv zugenommen. “Leider fahren die verbleibenden Autofahrenden nun aber deutlich schneller”,  beobachtet Kirsten Haberer von der IG Fahrradstadt. “Radfahrende erleben dies als beängstigend und weichen vermehrt auf Gehwege aus. Damit verschlechtert sich aber ihre eigene Verkehrssicherheit und die der zu Fuß Gehenden.”

Daher fordern die Wuppertaler Verkehrsinitiativen in Ihrem offenen Brief an Oberbürgermeister Mucke die Einrichtung eines provisorischen Radweges auf der B7, vorzugsweise in Form einer „Protected BikeLane“. Eine gerechte Flächenaufteilung der Verkehrsarten und mehr sicherer Raum für Radfahrende in Form einer Umweltspur wurde bereits 2016 von der IG Fahrradstadt gefordert.

“Ein provisorischer Radweg auf der B7 wird die Nordbahntrasse entlasten. Er lässt sich schnell und kostengünstig mit einer einfachen Markierung und Baken einrichten. Auch Pendlerinnen und Menschen, die an den Hauptverkehrsstrassen leben und  nach Bewegungsräumen suchen, werden diese Möglichkeit dankbar annehmen. Verkehrsfluss und Verkehrssicherheit werden sich für alle Verkehrsteilnehmerinnen insgesamt verbessern”, ist sich Christian Wolter vom Bündnis Mobiles Wuppertal sicher.

In Großstädten sind 63 % der Wege unter 5 km lang. Gerade auf der Talachse spielt auch die sonst als Hemmnis für den Radverkehr häufig angeführte Topografie unserer Stadt keine Rolle. Wuppertal hat die Chance, viel mehr Verkehr auf das Fahrrad zu verlagern, da sind sich die Initiativen einig. “Es mangelt aber an sicherer Infrastruktur” mahnen die Initiatoren in Ihrem Schreiben an der Oberbürgermeister.

Jörg Werbeck vom VCD Bergisch Land ergänzt, dass “bei einer stufenweisen Rücknahme der Kontaktbeschränkungen und Öffnung erster Geschäfte sich die Zunahme des Radverkehrs auch positiv auf die Reaktivierung des lokalen Einzelhandels auswirken und diesen nachhaltig unterstützen wird. Dies zeigen Erfahrungen aus anderen Städten ganz klar.”

Pressemitteilung der Verkehrsinitiativen

Keine Earth-Hour-Radtour

Für diesen Samstag hatten wir wieder unsere große Earth-Hour-Radtour geplant. Von Barmen wollten wir gemeinsam über Heckinghausen nach Elberfeld radeln und dabei an Gebäuden, die an der Earth-Hour teilnehmen, vorbeifahren. Durch die aktuelle Lage wollen wir nochmals darauf hinweisen, dass die Earth-Hour-Tour in diesem Jahr nicht stattfinden kann.